Mediation ist die harmonisierende Vermittlung bei persönlichen oder sozialen Konflikten. Der Mediator hat die Rolle des »Vermittlers« bei Konflikten und Streitfällen.

Nicht der Konflikt ist das Problem, sondern das Unvermögen ihn zu lösen. Das heißt, dass der Umgang und die Bewältigung von Konflikten gelernt und trainiert werden kann und damit die individuelle Konfliktfähigkeit gesteigert werden kann.

Konflikte sind Chancen für Lernen, Wandel, Reifung und Fortschritt.
Personen, Gruppen, Firmen, Familien und Staatswesen entwickeln nur dann starke Identitäten und flexible Verhaltensmuster, wenn sie in ihrer Geschichte eine Reihe schwieriger Konflikte befriedigend bestanden haben und mit ihren einstigen Widersachern hinterher auf tragfähigem Boden in neuer Qualität kooperieren können.

Neben den Konzepten und handwerklichen Fähigkeiten, die zur Lösung von Konflikten hilfreich sein können, kommt der persönlichen Einstellung zu Konflikten eine besondere Bedeutung zu. Diese Einstellungen sind abhängig von der individuellen Lerngeschichte, aber auch von gesellschaftlichen und kulturellen Lebenssituationen.

Aus der systemisch-konstruktivistischen Perspektive ist es besonders wichtig:
  • sich von einer rein individuumsbezogenen Sichtweise von Konflikten zu lösen
  • Konflikte nicht als »notwendiges Übel« sondern als Veränderungsanforderung für die Gesamtorganisation zu betrachten
  • auf Möglichkeiten und Grenzen und auf vorhandene und nicht vorhandenen Ressourcen zu fokussieren, und insofern Konfliktregulierung als Entwicklungs- und Managementaufgabe zu bewerten.